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Biowein aus dem Klettgau

Der Wein mit Charakter

Wie es zu seinem Namen kam…

Manchmal, wenn man gemütlich bei einem Glas „Stegliwii“ zusammensitzt, und auch ein paar ältere Semester die Runde bereichern – dann passiert es: Die „Schneckenkeller-Anekdoten“ werden zum Besten gegeben.
Glänzenden Auges wird berichtet vom urigen Keller im Erzinger Oberdorf und den dort in fröhlicher Weinseligkeit verbrachten Stunden. Diese Zeiten wollten wir 2008 mit unserem kleinen „Schneckekellerli“ – direkt gegenüber dem großen Bruder – wieder etwas aufleben lassen: Ein Treff für alle, die Freude haben am geselligen Miteinander und die einem Gläschen ehrlichen Wein, winzertypischen Speisen und etwas Kultur nicht abgeneigt sind. Veranstaltungen wie die „Suser-Sause“, „Märli und Marroni“, Käsefondue-Abende und Adventszauber waren ein voller Erfolg.

Inzwischen ist es etwas ruhiger geworden im Schneckekellerli – aber es bietet sich natürlich noch immer für Vereinssitzungen, Familien- und sonstige Feierlichkeiten an. Bei Interesse fragen Sie uns einfach an.

Für kleine Feiern

Vertrauen in die Natur.

1992 beschlossen wir, unseren privaten Weinbau in bescheidenem Umfang zu erweitern. Schnell fand sich der Pfarrkeller – ein geräumiger Gewölbekeller unter der alten Zehntscheuer beim Pfarrhof in Erzingen – als idealer Ort für unser Vorhaben. Ehrlichen, sauberen Rotwein nach dem Vorbild des traditionsreichen Erzinger “Stägliwi“ zu keltern, war unser Ziel.

Dabei hat mir Jakob Richli – ein innovativer Weinbaumeister aus dem schweizerischen Osterfingen – den Sinn und das Gespür für den Wein und den schonenden Umgang damit gelehrt. Gleich zu Anfang versuchte ich, die ursprünglich konventionell bewirtschafteten Reben ökologisch zu pflegen.

Eine nicht leichte Aufgabe, wie wir bald feststellen mussten, denn die Traube ist im Laufe des Jahres einigen Feinden ausgesetzt, denen man als Ökologe auf den ersten Blick wenig entgegenzusetzen hat.
Doch in Verbindung mit dem Bundesverband Ökologischer Weinbau (ECOVIN) und seinem Beratungsdienst (in Person von Matthias Wolff, der in der Vegetationsperiode alle 14 Tage vorbeischaut) machen wir Fortschritte. Seit 1996 wird mein Betrieb nach den strengen Richtlinien des ECOVIN kontrolliert, und somit bin ich seit 1998 anerkannter Vertragsbetrieb im ECOVIN –Bundesverband Ökologischer Weinbau e.V.

Gegründet von Joachim Netzhammer im Jahr 1992.
Seit 1996 zertifizierter ECOVIN-Betrieb.

80 ar Rebland (Spätburgunder, Müller-Thurgau und Chardonnay)
werden bewirtschaftet.

Der Hauptaugenmerk liegt auf einem traditionellen Ausbau der Weine,
insbesondere des Spätburgunders. Von Vorteil zeigt sich hier die relativ
geringe Ertragsmenge (bedingt durch extensive und naturgerechte Produktion),
die eine flexible und unkonventionelle Kellerwirtschaft ermöglicht.
Unkonventionell, da nicht laut Lehrbuch produziert wird, sondern in
Rückbesinnung auf alte Traditionen, so zum Beispiel:

– Verzicht auf synthetische Pfanzenschutzmittel
– strenge Ertragsregulierung
– handverlesenes Traubengut
– lange Maischestandzeiten bei der Rotweinbereitung
– Verzicht auf Reinzuchthefe und Gärhilfen
– biologischer Säureabbau
– Verzicht auf jegliche Schönungsmittel
– nach Möglichkeit keine Rotweinfiltration
(Klärung des Weines durch Sedimentation)
– geringe Schwefelung

Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide
Ganz ohne Pflanzenschutzmittel geht es aber auch im Ökolandbau nicht: Biobauern nutzen Mittel, die pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen oder mineralischen Ursprungs sind – dazu gehören etwa Kupfer, Schwefel, Bienenwachs oder Pflanzenöle.